FLIR Business Development Manager Bertrand Völckers im Interview

FLIR ist Marktführer im Bereich der Wärmebildtechnik und bietet ein großes Angebot an Wärmebildkameras für den Sicherheitsbereich. Wir trafen uns mit Bertrand Völckers, Business Development Manager bei FLIR, um mit Ihm im Interview über die Vorteile der Wärmebildtechnologie zu sprechen.

Herr Völckers, FLIR war der erste Wärmebildkamera Anbieter im Bereich Video Security und ist seitdem ungeschlagener Marktführer. Was ist das Erfolgsrezept von FLIR?

Bertrand Völckers:

FLIR ist Marktführer und Spezialist im Bereich Wärmebild-Technik. Neben dem Geschäftsfeld Security sind das auch viele andere Anwendungen wie z. Bsp. Fahrerunterstützung in Autos (BMW, Audi, Mercedes), Boote/Yachten, Gebäudeisolierung, elektrische Schaltkästen, Polizeihubschrauber und neuerdings auch für die Jagd oder jetzt für jeden erschwinglich für das iPhone oder für Android Smartphones. Die großen Stückzahlen durch die vielen Bereiche reduzieren die Herstellungskosten und so kann FLIR sehr preiswert anbieten. Zudem investiert FLIR jedes Jahr deutlich über100 Mio US$ in Forschung und Entwicklung und ist technisch führend. (Im Jahr 2014 waren es 143 Mio US$, fast 10% vom Umsatz, das ist mehr als viele andere Anbieter als gesamten Umsatz erreichen). 

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Was macht den Einsatz von Wärmebildkameras für die Sicherheitsbranche so interessant und wichtig?

Bertrand Völckers:

Bei Außenanwendungen berichten viele unserer Kunden, dass die Anzahl an Fehlalarmen durch den Einsatz von FLIR Wärmebildkameras um den Faktor 10 gegenüber konventioneller Videotechnik reduziert werden kann. Zudem ist die Reichweite von Wärmebildkameras deutlich größer (Richtwert ca. Faktor 3) was auch die Kosten für die Peripherie wie Masten und Kabelverlegung wesentlich reduziert. Insgesamt hat man also eine preiswertere Lösung, die weitaus zuverlässiger ist. Dazu kommt, dass Wärmebildkameras den Datenschutzanforderungen besser entsprechen als konventionelle Kameras (Datenschützer und Betriebsräte lieben Wärmebildkameras), es muss auch nichts nachträglich verpixelt werden. Ein weiterer Punkt ist, dass durch Wärmebildkameras der Einsatz von energieintensiver Beleuchtung überflüssig wird. Bei großen Firmen spielt das auch für die CO2-Zertifikate eine zunehmende Rolle.

Woran kann unser Kunde Qualitätsmerkmale von Wärmebild-Produkten fest machen?

Bertrand Völckers:

Kunden sollten darauf achten, dass der Sensor bei Außenanwendungen aus dem Material VoX (Vanadiumoxid) besteht. Dies wird leider nicht bei allen Herstellern in den Datenblättern angegeben. VoX ist Voraussetzung dafür, dass der Sensor sonnentauglich ist. FLIR setzt für Außenanwendungen ausschliesslich VoX ein und bietet zudem eine Garantiezeit von 10 Jahren ohne jede Einschränkung auf den Sensor. Wichtig ist auch die Temperaturempfindlichkeit (aufgepasst, niedrig ist hier besser). FLIR hat bei den Securitykameras den ausgezeichneten Wert von 50mK, was eine Erkennung auch bei schwierigen Bedingungen ermöglicht.

Was können wir in diesem Jahr an neuen Produkten von FLIR erwarten?

Bertrand Völckers:

Bereits seit November 2014 wird die FC-R (radiometrisch) ausgeliefert, eine Sicherheitskamera die zugleich Temparaturalarm gibt und 50% günstiger ist als vergleichbare Kameras aus dem Messtechnik-Bereich. Außerdem werden in den nächsten Wochen die ersten TCX ausgeliefert, eine Securitykamera für die Erkennungsreichweite von 40m (25° Version) mit dem sensationellen Endkundenpreis von knapp über 500 Euro. Dies ermöglicht eine Vielzahl völlig neuer Security-Anwendungen.

Wie können sich unsere Kunden, die sich noch nicht mit dem Thema Wärmebild beschäftigt haben, informieren bzw. weiterbilden?

Bertrand Völckers:

Die beste Möglichkeit, sich in Sachen Wärmebildtechnik weiter zu bilden ist eine Schulung bei einem unserer kompetenten Partner wie AASSET!